Galerie für
zeitgenössische Kunst
Seit 1973
Thermalbad Wiesenbad
Mo - Sa 10 - 18 Uhr
Galerie Oben
Sommerfest & Finissage
Samstag, 04.07.26 | 18:00 bis 20:00 Uhr

Erlebnis Kunst im
historischen Herrenhaus Himmelmühle
Thermalbad Wiesenbad
Sommerfest & Finissage
WILLKOMMEN
Am 4. Juli 2026, lädt die Galerie Oben gemeinsam mit dem Verein Himmelmühle 1834 e.V. zur Finissage der Ausstellung „Between Heroes“ sowie zum Sommerfest ein. Die Ausstellung ist an diesem Tag von 18:00 bis 20:00 Uhr für das Publikum zugänglich.
TERMINE UND ORT
Termin: 4. Juli 2026
Zeit: 18:00 – 20:00 Uhr
Ort: Galerie Oben Himmelmühle
Adresse: Herrenhaus Himmelmühle 12, 09488 Thermalbad Wiesenbad
Ausstellung: „Between Heroes“
Für Rückfragen und weitere Informationen wenden Sie sich bitte an die Galerie.
ÜBER DIE AUSSTELLUNG
Between Heroes Fürst Pückler, Karl May, Karl Stülpner et al. Die Gemeinschaftsausstellung versammelt im Ausgangspunkt mit Karl Stülpner, Karl May und Fürst Pückler drei historische Figuren, deren Leben zwischen Realität, Selbstinszenierung und kulturellem Mythos oszilliert. Über die narrative und bildliche Präsentation hinaus ergänzen sich nationale und italienische Helden-Referenzen. Jenseits biografischer Erzählungen untersucht das Projekt ihre Wirkung als narrative Konstruktionen — als Projektionsflächen gesellschaftlicher Sehnsüchte nach Freiheit, Abenteuer und individueller Gestaltungsmacht.
Seien Sie herzlich willkommen!
BIBLIOTHECA SACRA (AUSWAHL)
Mit der Erweiterung unserer Galerie um einen eigenständigen Bibliotheks-Bereich für religiöse und sakrale Themen, "Bibliotheca sacra", entsteht ein Ort des vertieften Dialogs zwischen Kunst, Spiritualität und kulturellem Gedächtnis. Die Sammlung vereint theologische, ikonografische und kunsthistorische Werke und eröffnet damit einen reflektierten Zugang zu christlicher Bildtradition, Liturgie und geistlicher Ästhetik.
Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei dem prämierten „Himmelsgarten“ direkt neben der Galerie Oben, dessen konzeptionelle Grundlage auf die Bildsprache des Bamberger Dom und insbesondere auf das dort tradierte Motivverständnis von St. Michael zurückgeht. Die künstlerische Inszenierung wird nun durch fundiertes Theoriewissen aus den Bereichen Theologie, Symbolik, Patristik und sakraler Kunst begleitet. Dadurch entsteht ein kuratorischer Raum, der nicht allein ästhetisch wirkt, sondern auch spirituelle Deutungsebenen eröffnet und die christliche Vorstellung von Transzendenz, Schöpfungsordnung und himmlischer Gemeinschaft erfahrbar macht.
Unsere Arbeit versteht sich - zumal im Herrenhaus Himmelmühle/ Entstehungszeit des Biedermeier - bewusst als Brücke zwischen zeitgenössischer Kulturarbeit und kirchlicher Tradition. In enger Orientierung an den Werten von Würde, Kontemplation und geistiger Vermittlung entwickeln wir Formate, die sowohl pastoral anschlussfähig als auch kulturell relevant sind. Damit schaffen wir einen Rahmen, der Kooperationen mit Diözesen, Ordinariaten, Bildungseinrichtungen und kirchlichen Verantwortungsträgern auf einem professionellen Fundament ermöglicht.
GALERIE OBEN
Die 1973 gegründete Galerie Oben widmet sich der zeitgenössischen Kunst. Bis heute vertritt sie Künstler der Gruppe CLARA MOSCH. 2025 präsentierten die Kunstsammlungen Chemnitz eine umfangreiche Ausstellung über die renommierte Galeriegeschichte. Regelmäßig finden Ausstellungen und Bildungsformate am neuen Standort Himmelmühle 12 in 09488 Thermalbad Wiesenbad, einer Thermenregion im UNESCO-Welterbegebiet Erzgebirge/ Krušnohoří, statt.
BILDUNGSFORMATE
Die Galerie Oben entwickelt den Standort Herrenhaus Himmelmühle als offenen Bildungs-, Kultur- und Begegnungsort im ländlichen Raum. Die Veranstaltungen fördern gesellschaftlichen Dialog, kulturelle Teilhabe und demokratische Bildung. Die Bildungsangebote richten sich generationsübergreifend an Menschen unterschiedlicher sozialer und kultureller Hintergründe.
GESELLSCHAFTLICHES ENGAGEMENT
2025 hat sich der Verein Himmelmühle 1834 e.V. gegründet. Er ist getragen von einem tiefen Verständnis für Demokratie. Engagierte Vereinsmitglieder realisieren zahlreiche Events und Bildungsformate: https://www.himmelmuehle1834.com/eventlist.
AUSZEICHNUNGEN
Dreimal in Folge 2023, 2024, 2025 hat die Galerie Oben den Preis simul PLUS, für lebenswerte Regionen, erhalten.
HERRENHAUS
Das ehemalige Herrenhaus gegenüber der Spinnerei Himmelmühle vereinte in seiner historischen Nutzung Wohn- und Gewerbefunktionen. Fabrikherren, Direktoren und Buchhalter prägten über Jahrzehnte hinweg das Leben dieses Hauses. Bis heute bewahren seine architektonischen und bildnerischen Elemente die Geisteshaltung der Entstehungszeit und verweisen eindrucksvoll auf die Kultur des Biedermeier.
Besondere Aufmerksamkeit verdienen die kunstvoll gestalteten Oberlichter der historischen Fenster mit ihren eingeschriebenen Vierpässen, deren Symbolik auf die vier Evangelisten verweist. Die Falterdarstellungen an der Eingangstür sowie die skulptural ausgearbeiteten Rosen am Gewände der Außenfassade zeugen von der tief verwurzelten Religiosität jener Epoche und verleihen dem Gebäude eine subtile ikonografische Dimension.
Historische Türen, originale Dielenböden und der nahezu vollständig erhaltene Grundriss dokumentieren bis heute die repräsentative wie zugleich funktionale Bedeutung des Hauses. In seiner außergewöhnlichen Geschlossenheit vermittelt das Anwesen ein authentisches Bild bürgerlicher Wohn- und Arbeitskultur des 19. Jahrhunderts.
INDUSTRIEDENKMAL SPINNEREI HIMMELMÜHLE
Die Galerie Oben liegt direkt inmitten des historischen Industrieensembles Himmelmühle:
„BAUJAHR: 1834
ANGESTELLTE: -
ARCHITEKT: C.F.Uhlig
DENKMALSCHUTZ: Ja
Spindelanzahl: unbekannt
Technologie: Mulegarn
Größe: unbekannt
Beschäftigte: unbekannt
Antriebsart: Wasserrad
Die Spinnmühle nördlich des Kurbades Wiesenbad gehört zu den ältesten Fabrikbauten im Erzgebirge. Bereits 1639 wird an dieser Stelle eine Brettmühle erstmals erwähnt. 1834, in der Hochphase der aufkommenden mechanischen Spinnerei, ließ der Chemnitzer Kaufmann G.F. Oelhey eine Baumwollspinnerei errichten. Er betrieb bereits zuvor in Chemnitz-Altendorf eine kleinere Spinnmühle unter seinem Namen. So entsteht in Himmelmühle ein fünfstöckiges sehr lang gezogener Baukörper mit Walmdach und 2 langen Dachhechten, geprägt durch den markanten Haupteingang an der Giebelseite der Spinnerei. Es ist einer der größten Fabrikbauten jener Jahre außerhalb von England. Gegenüber des Gebäudes dient das alte Herrenhaus mit Park als Wohn- und Verwaltungsbau. Mit anfänglich 11.232 Spindeln und 300 Beschäftigten ist sie ein Vorbild für eine moderne Industriesiedlung in 19.Jahrhundert. In diesem Zustand bestand sie bis zum 1. Weltkrieg. Nach dem Ende des Spinnereibetriebes steht sie wenige Jahre leer, ehe 1921 der Fabrikant M. Schmidt sie entdeckt und originalgetreu rekonstruieren ließ, in die alten Spinnsäle richtete er hier die erste Schokoladenfabrik im Erzgebirge ein. Aus der alten Spinnerei wird so bis zum 2. Weltkrieg ein Mittelpunkt der Genussmittelproduktion. Nach der Enteignung 1946 geht das Areal in Staatsbesitz über und wird eine Zeit lang als Frauengefängnis genutzt, wohl auch dank seiner abgeschiedenen Lage. Zuletzt hatte hier der "VEB DKK Scharfenstein" ein Ersatzteillager eingerichtet. Mit dem Jahr 1990 wird auch diese Nutzung aufgegeben.“
Quelle: Denkmalkartei Land Sachsen. (Landesamt für Denkmalpflege, Dresden)
Weitere Informationen zum Industriedenkmal Himmelmühle über unseren Verein Himmelmühle 1834 e.V.
Wir freuen uns über Ihren Besuch. Seien Sie herzlich willkommen.
Kathrin Lahl M.A.
Kunsthistorikerin (FSU Jena)
Impulsgeberin für Interkulturelle Kommunikation (TU Chemnitz)
Betriebswirtin (HWK Chemnitz)
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